Berichte Fußball-Relegation

Torschütze Sebastian Schmidt dankt Sascha Fender und Florian Hanakam

23.06.2014 | 21:29 Uhr

 

Die Freude war bei den Siegern groß – keine Frage. Die Unterlegenen in der Relegation um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga wollen es in der nächsten Saison besser machen. Als Gewinner betrachtet sich der ausrichtende Fußball-Kreis, der durch die beiden Spiele auf dem Platz von Fichte Hagen vor einer guten Woche und am vergangenen Sonntag im Silscheder Waldstadion eine große Resonanz hatte, die in der Dimension so nicht zu erwarten war. Etwa 1.300 beziehungsweise 1.500 Zuschauer passierten die Stadion-Eingänge.

 

Zunächst skeptisch zeigte sich Klaus Joraschkewitz, Trainer von der SpVg SW Breckerfeld, der nach dem Aufstieg in die nähere Zukunft blickt: „Ich habe schon vor einiger Zeit gesagt, dass ich weitermachen werde, um ein Zeichen zu setzen. Der Großteil der Mannschaft wird auch bleiben. Spieler, die heute zugeguckt haben und Lust auf Fußball mit Leidenschaft haben, sind bei uns herzlich willkommen.“

 

Vom unterlegen SSV Hagen, souveräner Meister der ersten Gruppe in der Kreisliga A, Trainer Turhan, gibt es ebenfalls auch einen Blick nach vorne: „Wir haben die Aufstiegsrunde im Hinspiel verloren. Heute haben die Jungs alles gegeben, aber wir haben es nicht geschafft. Ich verspreche den Fans, dass es in der nächsten Saison viel, viel besser wird.“

 

Ein Stein vom Herzen ist Udo Baumeister, Vorsitzender SpVg SW Breckerfeld, gefallen: „Ich bin total erleichtert und total begeistert. Für die Bezirksliga werden wir die Mannschaft nicht großartig verstärken, weil wir es aus finanziellen Gründen nicht können.“

Trotz des verpassten Aufstiegs zieht Dietmar Paulsen, kommissarischer Vorsitzender SSV Hagen, eine positive Bilanz: „Die Mannschaft hat dennoch eine geile Saison gespielt. Der Aufstieg wäre nur das i-Tüpfelchen gewesen.“

 

Besonders glücklich war der lange verletzte Breckerfelder Torjäger Sebastian Schmidt, Schütze des einzigen Tores: „Ich möchte mich bei Physiotherapeut Sascha Fendner und Leichtathletiktrainer Florian Hanakam bedanken. Ihnen habe ich es zu verdanken, dass ich nach meiner Verletzung rechtzeitig fit geworden bin und bis zum Schluss durchgehalten habe.“

 

Rundum zufrieden war auch Peter Alexander, Fußball-Kreisvorsitzender: „Diese Aufstiegsspiele waren für unseren Kreis sehr gut.Ich freue mich über die hervorragende Resonanz und darüber, dass heute alles fair geblieben ist.“

 

Quasi einen objekitveren Blick hatte Thomas Riedel. Sportlicher Leiter des Oberligisten TuS Ennepetal: „Ich war neutral, auch wenn ich bei Schwarz-Weiß ein paar Freunde habe. In zwei Spielen setzt sich die bessere Mannschaft durch, das war Breckerfeld.“

 

http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/ennepetal-gevelsberg-schwelm/in-der-achten-minute-der-nachspielzeit-gelingt-daniel-kritzler-der-siegtreffer-fuer-breckerfeld-id9473412.html

Fußball-Kreisliga A

In der achten Minute der Nachspielzeit gelingt Daniel Kritzler der Siegtreffer für Breckerfeld

15.06.2014 | 21:29 Uhr

 

Bis in die Schlussphase war es ein purer Fußball-Festtag, wie ihn Hagen lange nicht erlebt hat. Etwa 1.300 Besucher sorgten für eine großartige Kulisse beim ersten Bezirksliga-Aufstiegsspiel zwischen dem SSV Hagen und Schwarz-Weiß Breckerfeld, rund um die Eilper Wörthstraße herrschte Parkchaos. Am Ende kam auch Dramatik auf dem Kunstrasen auf mit gleich mehreren Wendungen dazu, zudem auch viel Hektik und einige unschöne Szenen. Bei der Fortsetzung in einer Woche in Silschede ist kühler Kopf gefragt, zumal eine Entscheidung nach dem knappen Breckerfelder 3:2 (1:0)-Erfolg noch nicht gefallen ist.

 

Gastgeber Fichte freut sich

 

„Das hat der Fußball mal wieder verdient.“ Reinhard Flormann, Klubchef des ausrichtenden Fichte Hagen, konnte der Ausgang des ersten Duells egal sein. Er freute sich über die vollen Ränge: „So viel Zuschauer hatten wir selbst bei der Platzeinweihung hier nicht.“ Erst mit 15 Minuten Verspätung konnte Schiedsrichter Dirk Liermann anpfeifen, bis ein Großteil der Besucher es auf den Platz an der Wörthstraße geschafft hatte.

 

Führung per Strafstoß

 

In der ersten Halbzeit verpassten auch die Zuspätgekommenen zunächst ohnehin nicht viel. Breckerfeld wirkte im Angriff etwas planvoller, die Führung indes resultierte aus einem SSV-Fehler. Giuseppe Giacco vertändelte im Strafraum den Ball an Philip Zimmermann, riss diesen dann um (34.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Sebastian Schmidt sicher. Und kurz darauf hätte es fast 0:2 geheißen, im letzten Moment warf sich der gute SSV-Keeper Marcel Wiehager in den Schuss von Patrick Tanberg. Das schien die Hagener zu wecken, jetzt kam auch Lorenzo Restieri zu zwei Chancen. Insgesamt konnte der SSV glücklich sein, dass Breckerfeld bei Konterchancen von Florian Hesterberg und erneut Tanberg zur Pause nicht noch höher führte.

Auch nach dem Wechsel hatte Schwarz-Weiß die erste Torgelegenheit, als SSV-Abwehrspieler Timo Schröder eine Hereingabe Tanbergs fast ins eigene Tor lenkte (51.). Doch allmählich agierte auch der SSV druckvoller. Und wäre fast schnell belohnt worden, als Nurullah Atac mit einem Gewaltschuss zunächst die Unterkante der Latte, der sonst weitgehend wirkungslose Amir Smajic im Nachschuss den Außenpfosten traf. Auch einen Schuss von Enes Demir parierte Breckerfelds Keeper Tobias Wurm (76.), gefährlicher blieb aber ohnehin das Team von SW-Trainer Klaus Joraschkewitz. Schulbuchmäßig konterte Breckerfeld den SSV in der 84. Minute aus, nach Vorarbeit von Rado Dorsch traf der gerade eingewechselte Marco Reibert überlegt zum 0:2. Das schien eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf, der SSV wirkte angeschlagen.

Doch fast aus dem Nichts schlug das Höing-Team zurück. Zunächst gelang Teamkapitän Tim Paulsen nach langem Ball per Kopfball-Heber – Hollands Robin van Persie lässt grüßen – der Anschlusstreffer (87.). Mittlerweile hatte die Hektik auf dem Platz und am Spielfeldrand stark zugenommen, nach dem Zusammenbruch von Breckerfelds Tim Lokaj im Strafraum unterbrach Liermann für mehrere Minuten. Den Tathergang abseits des Balles hatte indes kein Unparteiischer gesehen, es ging ohne Sanktionen weiter. Und der SSV nutzte die allgemeine Verwirrung, als Domenico Restieri in der Nachspielzeit per Kopf nach einem Freistoß ausglich.

 

Erhitzte Gemüter

 

Die Partie war aber noch lange nicht zuende, noch einmal konterte Breckerfeld. Ein von Schröder unglücklich abgefälschter Ball landete vor den Füßen von Daniel Kritzler, der besorgte in der achten Minute der Extrazeit den 2:3-Endstand. Was wiederum den SSV erboste, weil zuvor ein vermeintliches Foul an Demir nicht geahndet worden war. Nur mit Mühe konnten Mitspieler Atac zurückhalten, auf die Breckerfelder loszustürmen. Und erst als sich die Gemüter beruhigt hatten, gingen auch die Spieler des Siegers in die Kabine.

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